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// sicherheit

Fernwartung

Gilt für

Produkt: Server · Betrieb: durch basebox (beauftragt) · Zielgruppe: Sicherheits- / Compliance-Prüfer

Wie basebox auf einen Server zugreift, mit dessen Installation oder Betrieb es beauftragt ist: über PAM/VPN oder einen anderen vereinbarten Weg, zeitlich begrenzt, vom Kunden freigegeben, protokolliert und widerrufbar. Ohne Beauftragung gibt es keinen Zugang – auch nicht „für den Support". Die Infrastruktur-Richtlinie hält fest: Wartungszugänge erfolgen ausschließlich über VPN/PAM, zeitlich begrenzt und vom Kunden freigegeben.

Die vier Eigenschaften

Eigenschaft Was sie heißt Was Sie dafür brauchen
Zeitlich begrenzt Der Zugang wird für den Wartungszweck geöffnet und danach deaktiviert; kein dauerhaft offener Tunnel Einen Weg, Zugang zu öffnen und zu schließen (PAM-Sitzung, VPN-Konto, Firewall-Regel mit Ablauf)
Vom Kunden freigegeben Sie öffnen den Zugang – oder haben einen Freigabeprozess, den basebox nutzt; Wartungsfenster werden vorher angekündigt Eine benannte Ansprechperson, die freigibt und abnimmt
Protokolliert Sitzungen werden nach den Möglichkeiten Ihres PAM aufgezeichnet; basebox-Aktionen in der Anwendung erscheinen in Ihrem Audit-Log; jedes Wartungsfenster endet mit einem Bericht PAM mit Sitzungsaufzeichnung oder zumindest Verbindungsprotokoll; Audit-Log-Prüfung
Widerrufbar Sie können den Zugang jederzeit entziehen – während einer Sitzung und dauerhaft Kontrolle über PAM/VPN/Firewall liegt bei Ihnen

Der Zugangsweg

Typisch ist Privileged Access Management (PAM) und/oder ein VPN in Ihr Netz; ein anderer Weg (Bastion-Host, Jump-Server, Site-to-Site-Tunnel) ist möglich, wenn er dieselben vier Eigenschaften erfüllt. Was basebox auf dem Weg erreicht, begrenzen Sie: in der Regel den Kubernetes-API-Server und die Knoten des basebox-Clusters, nicht Ihr übriges Netz.

Bei einem bei basebox gehosteten Server ist der Weg kürzer (Maschine steht im basebox-RZ), das Modell aber dasselbe: Zugang zum Software-Stack nur bei Beauftragung, mit denselben Kontrollen.

Was basebox im Wartungszugang tut – und nicht

Tut: Betriebssystem, Treiber und Kubernetes aktualisieren (wenn im Umfang), basebox-Releases einspielen, Datenbank-Backups vor Änderungen, Konfiguration anpassen, Störungen analysieren, Modelle wechseln auf Anforderung Ihrer Administratoren – der Umfang steht im Vertrag (Betrieb durch basebox).

Tut nicht: Ihre Benutzer, Apps oder Daten verwalten; Gesprächsinhalte einsehen; Konnektor-Zugangsdaten Ihrer Nutzer lesen (nur schreibend gespeichert); Änderungen an Ihrer Firewall, Ihrem DNS, Ihren Zertifikaten oder Ihrem Verzeichnis vornehmen – die bleiben bei Ihnen, auch wenn basebox sie anfordert.

Technisch hat, wer Kubernetes administriert, Zugriff auf Secrets und Datenbanken – also potenziell auf personenbezogene Daten. Das ist der Grund, warum der Wartungszugang vertraglich zu regeln ist (DSGVO) und warum die Protokollierung wichtig ist.

Ablauf eines Wartungsfensters

  1. Ankündigung durch basebox: was, warum (Release Notes), wann, erwartete Auswirkung.
  2. Freigabe durch Ihre Ansprechperson; Zugang wird geöffnet.
  3. Backup der Datenbanken vor Änderungen; bei Upgrades zwingend.
  4. Durchführung; Abnahmeprüfungen.
  5. Bericht an Sie: was geändert wurde, neue Versionen (Manifest), offene Punkte.
  6. Zugang schließen.

Sicherheitsupdates können ein verkürztes Verfahren mit vorab vereinbarten Standardfenstern haben – das gehört in den Vertrag. Ungeplante Störungsbehebung folgt demselben Muster mit verkürzter Ankündigung.

Was protokolliert wird

Ebene Was Wo
Zugangsweg Wer, wann, von wo, wie lange; bei PAM ggf. Sitzungsaufzeichnung Ihr PAM/VPN/Firewall
Kubernetes API-Aufrufe, wenn Audit-Logging des API-Servers aktiv ist Ihr Cluster-Audit-Log
Anwendung Verwaltungsaktionen, die basebox in basebox ausführt (z. B. Einrichtung eines Konnektors) Ihr Audit-Log
Bericht Was geändert wurde, Manifest Wartungsbericht von basebox

Gesprächsinhalte werden in keiner dieser Ebenen aufgezeichnet – außer, Ihre Administratoren haben die Audit-Detailtiefe entsprechend gesetzt.

Zugang beenden

Bei Ende des Betriebsauftrags oder auf Ihren Wunsch: PAM-/VPN-Konten deaktivieren, Firewall-Regeln entfernen, Kubernetes-Zugangsdaten rotieren (Kubeconfig, Admin-Secrets), Registry-Zugang prüfen, Übergabe mit Manifest, Values (ohne Secrets), Abnahmeprotokoll und Backup-Nachweis (Betrieb durch den Kunden → Übergabe).

Für die Prüfung

  • Der Wartungszugang ist ein privilegierter Fernzugriff eines Dienstleisters – behandeln Sie ihn wie jeden anderen: Freigabe, Protokoll, Ablauf, Widerruf.
  • Vertrag und AVV müssen den Zugang, seinen Zweck und die Vertraulichkeit regeln.
  • Prüfen Sie nach jedem Wartungsfenster Bericht und Audit-Log gegeneinander.

Nächster Schritt: Air-Gapped-Umgebungen