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Betrieb durch basebox

Gilt für

Produkt: Server · Betrieb: durch basebox · Zielgruppe: IT-Leitung · Administrator · Sicherheitsprüfer

Wenn basebox mit Installation und/oder Betrieb beauftragt wurde: Zugangsweg (PAM/VPN oder wie vereinbart), Grenzen des Auftrags, Ablauf von Wartungsfenstern und was beim Kunden bleibt. Der Betrieb durch basebox ist eine separate Beauftragung zur Softwarelizenz; sein Umfang wird je Projekt festgelegt.

Was basebox im Betriebsauftrag übernimmt

Je nach Umfang – die Tabelle ist die Vorlage für den Vertrag:

Bereich Typisch im Umfang Anmerkung
Betriebssystem, NVIDIA-Treiber, Kubernetes ✔, wenn vereinbart Updates in abgestimmten Wartungsfenstern
basebox-Installation und Updates ✔ Release-Planung mit Ihnen; Backup vor jedem Upgrade
Service-Modelle, Inferenz Nach Projektumfang Modellwechsel auf Anforderung der Administratoren
Monitoring, Alarmierung ✔, wenn vereinbart Was überwacht wird, steht im Vertrag
Backups und Wiederherstellung ✔, wenn vereinbart Ziel, Häufigkeit, Aufbewahrung, Wiederherstellungstests festlegen
Netzwerk Geteilt Kundennetz beim Kunden; Zugangsweg bei basebox
Konnektor-Workloads ✔, wenn vereinbart Endpunkte per Helm; Zielsysteme im Kundennetz erreichbar machen bleibt Kundenaufgabe
Physische Hardware, Rechenzentrum Nur bei Hosting bei basebox Sonst Kunde

Was nicht im Umfang liegt, liegt bei Ihnen – und die Tabelle unter Verantwortlichkeiten ist dafür gebaut, jede Zeile eindeutig zuzuordnen.

Was beim Kunden bleibt – immer

  • Anwendungsadministration: Benutzer, Gruppen, Rollen, Modellauswahl, Apps, Wissensbasen, Konnektor-Freigaben, Richtlinien, Audit. basebox betreibt die Infrastruktur, nicht Ihre Organisation.
  • Daten: Dokumente, Chats, Wissensbasen – die Verantwortung im datenschutzrechtlichen Sinn bleibt bei Ihnen.
  • Freigaben: Wartungsfenster, Zugangsöffnung, Abnahme von Änderungen.
  • Ansprechperson: eine benannte Person, die freigibt und abnimmt.

Der Zugangsweg

basebox greift über einen kontrollierten, vereinbarten Weg zu – typischerweise Privileged Access Management (PAM) und/oder VPN:

  • Zeitlich begrenzt: Der Zugang wird für den Wartungszweck geöffnet und danach deaktiviert.
  • Vom Kunden freigegeben: Sie öffnen den Zugang – oder haben einen Freigabeprozess, den basebox nutzt.
  • Protokolliert: Sitzungen werden nach den Möglichkeiten Ihres PAM aufgezeichnet; basebox-Aktionen in der Anwendung erscheinen im Audit-Log.
  • Widerrufbar: Sie können den Zugang jederzeit entziehen.

Was genau protokolliert wird, wer freigibt und wie der Entzug abläuft: Fernwartung. Ein Server bei basebox gehostet ändert daran nichts – der Zugang zum Software-Stack folgt demselben Modell.

Ablauf eines Wartungsfensters

  1. Ankündigung durch basebox: was, warum (Release Notes), wann, erwartete Auswirkung (Ausfallzeit, Neustarts der Inferenz).
  2. Freigabe durch Ihre Ansprechperson; Zugangsweg wird geöffnet.
  3. Backup der Datenbanken vor Änderungen; bei Upgrades zwingend (Migrationen sind vorwärts gerichtet).
  4. Durchführung mit Rendern vor dem Anwenden; Abnahmeprüfungen nach Installation prüfen in verkürzter Form.
  5. Bericht an Sie: was geändert wurde, neue Versionen (Manifest), offene Punkte.
  6. Zugang schließen.

Sicherheitsupdates können ein kürzeres Verfahren mit vorab vereinbarten Standardfenstern haben – das gehört in den Vertrag.

Informationsflüsse

Von basebox an Sie Von Ihnen an basebox
Release Notes und Changelog je Version, Ankündigung von Sicherheitsupdates Freigaben für Wartungsfenster und Zugang
Wartungsberichte mit Manifest Änderungen in Ihrem Netz, die den Betrieb betreffen (DNS, Firewall, Zertifikate)
Monitoring-Alarme, sofern vereinbart Anforderungen der Administratoren: neues Modell, neuer Konnektor, Kapazität
Unverzügliche Information bei systemischen Risiken oder sicherheitsrelevanten Vorfällen Meldung von Vorfällen und Beobachtungen (datenschutz@basebox.ai)

Grenzen des Auftrags

  • basebox verwaltet nicht Ihre Benutzer, Apps oder Daten und sieht keine Konnektor-Zugangsdaten Ihrer Nutzer (nur schreibend gespeichert).
  • basebox betreibt nicht Ihr Rechenzentrum, Ihr Netz oder Ihre Zielsysteme – außer beim Hosting das Physische.
  • Änderungen an Ihrer Firewall, Ihrem DNS, Ihren Zertifikaten oder Ihrem Verzeichnis bleiben bei Ihnen, auch wenn basebox sie anfordert.
  • Was der Vertrag nicht nennt, ist nicht enthalten. Klären Sie im Zweifel vorher.

Wenn Sie den Betrieb später übernehmen

Eine Übergabe von basebox an Ihre IT umfasst Manifest, Values-Dateien (ohne Secrets), Zugangsdaten, Abnahmeprotokoll, Backup-Nachweis und das Beenden des basebox-Zugangs – die Checkliste steht unter Betrieb durch den Kunden → Übergabe.

Für Sicherheitsprüfer

Die Sicherheitslage bei Betrieb durch basebox – Zugangsweg, Protokollierung, Datenzugriff – ist unter Sicherheit & Compliance → Fernwartung und Geteilte Verantwortung beschrieben. Im Compliance-Paket nach EU AI Act ist festgehalten, dass Wartungszugänge ausschließlich über VPN/PAM, zeitlich begrenzt und vom Kunden freigegeben erfolgen (Infrastruktur-Richtlinie).

Nächster Schritt: Monitoring