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// sicherheit
Audit & Logging
Gilt für
Produkt: Cloud · Server · Zielgruppe: Sicherheits- / Compliance-Prüfer · Betriebsrat
Für Entscheider
Überblick, ISO 27001 und Themen für den Betriebsrat: basebox.ai/sicherheit. Diese Seiten liefern die technischen Belege.
Was das Audit-Log festhält (und was bewusst nicht, z. B. den Text von Websuche-Anfragen), wie Audit Log Level und Aufbewahrung geregelt sind, wie exportiert wird, der Hinweis im Chat, wenn Gesprächsinhalte aufgezeichnet werden – und daneben die technischen Logs der Plattform, die etwas anderes sind. Zwei Ebenen, zwei Zwecke:
| Audit-Log (Anwendung) | System-/Anwendungslogs (Betrieb) | |
|---|---|---|
| Zweck | Nachvollziehbarkeit von Aktionen in der Organisation | Betrieb, Fehlersuche |
| Wer sieht es | Administratoren der Organisation, in der Oberfläche und per Export | Platform Operator (Server) bzw. basebox-Betrieb (Cloud) mit Shell-/Cluster-Zugriff |
| Inhalt | Wer hat wann was getan, mit welchem Ergebnis | Systemstatus, Laufzeitfehler, Requests |
| Gesprächsinhalte | Nur auf Stufe „Hoch“ – dann mit Hinweis im Chat | Nur auf Trace-Level, standardmäßig aus |
| Aufbewahrung | 3–36 Monate, vom basebox-Betreiber verwaltet | Sache der Log-Infrastruktur des Betreibers |
Das Audit-Log
Was standardmäßig festgehalten wird
Sicherheitsrelevante Aktionen – jeweils mit Zeitstempel, Benutzer, Ergebnis, betroffener Ressource und Client-Adresse:
- Anmeldungen (
user.login) - Änderungen an Benutzern, Gruppen, Rollen, Tagesmeldungen, Apps, Einstellungen (GraphQL-Mutationen,
graphql:*) - Exporte, darunter der Export des Audit-Logs selbst (
rest:exportAuditLogs) - Werkzeugaufrufe von Konnektoren und Websuche: Organisation, Nutzer, Werkzeug, Anbieter, Ergebnis, Zeitstempel – nicht der Text der Anfrage
Was auf Stufe „Standard“ nicht festgehalten wird: Gesprächsinhalte, hochgeladene Dateien, Inhalte von Werkzeugergebnissen.
Audit Log Level
Den Umfang stellen Administratoren unter Administration → Organisation → Audit Log Level ein. Es gibt zwei Stufen:
| Stufe | Was aufgezeichnet wird |
|---|---|
| Standard | Alle Anmeldungen sowie Änderungen an Einstellungen und Daten innerhalb der Organisation. Empfohlene Einstellung für den normalen Betrieb. Keine Chats. |
| Hoch | Zusätzlich die Chats, also Fragen und Antworten. Sie liegen dann auch auf dem Server, nicht mehr nur in der Browserdatenbank der Nutzer. |
Sobald Fragen oder Antworten aufgezeichnet werden, sehen alle Nutzer einen Hinweis im Chat; der Hinweis lässt sich nicht abschalten. Auf Stufe „Hoch“ wird das Audit-Log zur sensibelsten Tabelle der Installation: Zugriff auf Administratoren begrenzen, Exporte schützen. Ob „Hoch“ aktiviert wird, ist eine Entscheidung mit der Datenschutzbeauftragten und in der Regel mit Beteiligung der Mitarbeitervertretung.
Aufbewahrung
Die Aufbewahrungsdauer des Audit-Logs (Audit-Log-Aufbewahrung (Monate), Spanne 3–36 Monate) verwaltet der basebox-Betreiber; sie gilt für alle Organisationen auf dem Server. Administratoren sehen den Wert unter Administration → Organisation im Bereich Audit Log Level nur zur Information. In der Cloud ist der Betreiber basebox, auf einem Server der Platform Operator. Wer längere Nachweise braucht, exportiert regelmäßig und verantwortet die Exportdateien selbst (Aufbewahrung). Audit-Einträge sind nicht einzeln löschbar.
Export und SIEM
Export als CSV aus der Administration (Audit Log); Weiterleitung an ein SIEM nach SIEM-Integration. Eine Export-Datei enthält Benutzerkennungen, Zeitstempel, Client-Adressen und – auf Stufe „Hoch“ – Gesprächsinhalte: verschlüsselt ablegen, Empfängerkreis begrenzen, nach Zweckerfüllung löschen. Jeder Export steht selbst im Audit-Log.
Wer es sieht
Administratoren der Organisation, unter Administration → Audit Log (Audit Log). Nutzer sehen ihre eigenen Aktionen nicht als Log, aber den Hinweis im Chat, wenn Inhalte aufgezeichnet werden. basebox sieht das Audit-Log einer Organisation nur, wenn es als Plattformbetreiber (Cloud) oder im Betriebsauftrag (Server) technischen Zugriff auf die Datenbank hat – nie über die Anwendung.
Was über Beschäftigte protokolliert wird
Für Betriebsrat und Datenschutzbeauftragte: Das Audit-Log enthält personenbezogene Daten der Beschäftigten, die basebox nutzen.
- Stufe „Standard“: Anmeldungen sowie Änderungen an Einstellungen und Daten, jeweils mit Zeitstempel, Benutzerkennung, Ergebnis und Client-Adresse. Bei Werkzeugaufrufen von Konnektoren und Websuche: wer welches Werkzeug wann genutzt hat, nicht der Text der Anfrage. Keine Chats.
- Stufe „Hoch“: zusätzlich die Chats, also Fragen und Antworten. Sie liegen dann auch auf dem Server. Alle Nutzer sehen in diesem Fall einen Hinweis im Chat, der sich nicht abschalten lässt.
- Wer es sieht: nur die Administratoren der Organisation, in der Oberfläche und per CSV-Export. Jeder Export steht selbst im Audit-Log.
- Wie lange: 3–36 Monate, vom basebox-Betreiber für alle Organisationen auf dem Server festgelegt; Administratoren sehen den Wert nur zur Information.
- Wer entscheidet: Die Stufe stellen Administratoren ein. Die Entscheidung für „Hoch“ treffen Sie in der Regel mit der Datenschutzbeauftragten und unter Beteiligung der Mitarbeitervertretung.
Bedienung in der Oberfläche: Audit Log.
Die technischen Logs
Auf einem Server erzeugen frontend, AISRV, storesrv, Keycloak, ragsrv, ragsrv-support, inference und die Datenbanken Container-Logs; sie landen in der Log-Infrastruktur des Platform Operators (journald, Log-Stack). basebox setzt keine eigene Aufbewahrung. Steuerung über LOG_LEVEL (Logging):
| Level | Enthält | Personenbezug |
|---|---|---|
error, warn |
Fehler, Warnungen | Gering (Benutzerkennungen möglich) |
info (Produktionsempfehlung) |
Requests, Zustandswechsel | Benutzerkennungen, Client-Adressen |
debug |
Interne Abläufe | Erhöht |
trace |
Prompt- und Antwortinhalte | Vollständige Gesprächsinhalte – nur zur Fehlersuche, zeitlich begrenzt, danach Logs bereinigen |
Zugangsdaten der Nutzer erscheinen in keinem Level in Produktionslogs. Der Chart-Standard für LOG_LEVEL liegt bei manchen Diensten auf trace – in Produktion auf info setzen und prüfen. In der Cloud verantwortet basebox die technischen Logs; Prompt-Logging ist dort ebenfalls nicht aktiv.
Je Deployment-Modell
- Cloud: Audit-Log bei Ihnen (Audit Log Level, Export); die Aufbewahrungsdauer verwaltet basebox als Betreiber. Technische Logs bei basebox.
- Server: Beides bei Ihnen – Audit-Log beim Administrator, technische Logs beim Platform Operator. Bei Betrieb durch basebox: Wartungsaktionen erscheinen im Audit-Log; technische Logs sieht basebox im Wartungszugang (Fernwartung).
Für die Prüfung
- Audit Log Level bewusst festlegen und begründen; empfohlen für den normalen Betrieb ist „Standard“.
- Aufbewahrungsdauer beim Betreiber erfragen bzw. festlegen; Exportprozess und Ablageort der Exporte dokumentieren.
LOG_LEVELin Produktion aufinfo; Trace nur befristet mit Bereinigung.- Audit-Log regelmäßig prüfen: Anmeldungen, Rollenänderungen, Konnektor-Freigaben, Websuche-Aufrufe, Exporte.
- Die Infrastruktur-Richtlinie (Oktober 2025) führt die Audit-Exportfunktion noch als „in Planung"; der CSV-Export und
rest:exportAuditLogssind inzwischen vorhanden.
Nächster Schritt: Audit Log in der Administration · Compliance