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// sicherheit

Geteilte Verantwortung

Gilt für

Produkt: Cloud · Server · Zielgruppe: Sicherheits- / Compliance-Prüfer

Wer wofür verantwortlich ist, je Deployment-Modell. Diese Seite spiegelt die zentrale Tabelle Verantwortlichkeiten aus der Compliance-Perspektive: nicht „wer installiert Kubernetes", sondern „wer trägt welche Sicherheits- und Datenschutzpflicht". Für vertragliche Grenzen gilt der jeweilige Vertrag; die Tabellen hier sind die Vorlage dafür.

Das Prinzip

Zwei Dinge liegen in jedem Modell beim Kunden: die Anwendungsadministration (Benutzer, Rollen, Modelle, Apps, Wissensbasen, Konnektoren, Richtlinien, Audit) und die Verantwortung für die Daten im datenschutzrechtlichen Sinn. Dass basebox die Infrastruktur betreibt – in der Cloud immer, auf einem Server nur bei Beauftragung –, macht basebox nicht zum Administrator Ihrer Organisation und nicht zum Verantwortlichen für Ihre Daten.

Die Matrix

Pflicht Selbst verwalteter Server Server mit Betrieb durch basebox basebox Cloud
Physische Sicherheit, Rechenzentrum Kunde Kunde – oder basebox beim Hosting bei basebox basebox
Betriebssystem, Treiber, Kubernetes härten und patchen Kunde basebox, wenn im Umfang basebox
basebox-Software aktuell halten Kunde spielt ein; basebox liefert und kündigt an basebox basebox
Netzwerk, Firewall, Egress Kunde Kundennetz beim Kunden; Zugangsweg bei basebox Plattformnetz basebox; Anbindung und Freigaben Kunde
Verschlüsselung im Ruhezustand (Speicherebene) Kunde basebox, wenn im Umfang; sonst Kunde basebox
Backup und Wiederherstellung Kunde basebox, wenn vereinbart basebox
Monitoring, Alarmierung Kunde basebox, wenn vereinbart basebox
Identitäten, Rollen, Gruppen Kunde Kunde Kunde
Richtlinien: Audit Log Level, Websuche, Konnektoren, Schreibrechte Kunde Kunde Kunde
App-Freigaben, Wissensbasen, Inhalte Kunde Kunde Kunde
Modellauswahl und Freigabe je App Kunde Kunde Kunde (aus dem, was basebox bereitstellt)
Audit-Log prüfen und exportieren Kunde Kunde Kunde
Sicherheitsvorfälle in der Infrastruktur erkennen und melden Kunde basebox im Umfang, Kunde außerhalb basebox informiert Kunde unverzüglich
Sicherheitslücken in der Software beheben basebox basebox basebox
Risikoklassifizierung des KI-Einsatzes, Human Oversight, Transparenz gegenüber Endnutzern, AI Literacy Kunde (Deployer) Kunde Kunde
Modellauswahl, Lizenz und Herkunft dokumentieren basebox (Modellregister); Kunde für selbst angebundene Modelle basebox / Kunde basebox
Datenschutzrechtliche Rolle Kunde Verantwortlicher; basebox ohne Zugriff Kunde Verantwortlicher; basebox-Rolle vertraglich (Wartungszugang) Kunde Verantwortlicher; basebox Auftragsverarbeiter (AVV)

So lesen Sie die Matrix

  • „Kunde" kann Ihre eigene IT oder ein von Ihnen beauftragter Dritter sein.
  • „basebox, wenn im Umfang" heißt: kann Teil einer Betriebsbeauftragung sein, ist aber nicht automatisch enthalten. Eine Server-Lizenz ist eine Softwarelizenz; der Infrastrukturbetrieb ist eine separate Beauftragung.
  • Hosting bei basebox ändert nur die Zeile Physische Sicherheit, Rechenzentrum. Alles Übrige der Server-Spalten gilt weiter – ein gehosteter Server ist kein Cloud (Hosting bei basebox).
  • Cloud im Übergangsbetrieb bis November 2026: Die Verteilung entspricht im Grundsatz der Spalte basebox Cloud. Abweichend liegt die Umgebung bei Hetzner in Nürnberg und ist gemeinsam, logisch getrennt, mit gemeinsamer Benutzerverwaltung; die KI-Modelle stellt Google Vertex in Frankfurt bereit; Hetzner und Google sind Unterauftragsverarbeiter (Übergangsbetrieb).

Was basebox in jedem Modell zusagt

Aus dem Compliance-Dokument und der Infrastruktur-Richtlinie:

  • Release Notes und Changelog zu jeder Version; Ankündigung sicherheitsrelevanter Updates per E-Mail.
  • Sicherheitstests vor jedem Release: statische Code-Analyse, Dependency-Scan, CVE-Prüfung, Unit-Tests, Testinstallation, manuelle QA; Freigabe im Vier-Augen-Prinzip.
  • Unverzügliche Information betroffener Kunden bei bekannten systemischen Risiken oder sicherheitsrelevanten Vorfällen.
  • Dokumentation von Quelle, Lizenz und Version der bereitgestellten Modelle; keine Änderung an Gewichten außer Quantisierung.
  • Keine Bereitstellung von Modellen, die gegen Art. 5 EU AI Act verstoßen.

Was der Kunde in jedem Modell trägt

  • Die Entscheidung, welche Daten in basebox verarbeitet werden – und die Regel dazu für die Nutzer.
  • Die Konfiguration der Richtlinien: Audit Log Level, Websuche, Konnektoren, Schreibrechte, App-Freigaben (Richtlinien).
  • Human Oversight: basebox bietet keine manuelle Vorabprüfung von KI-Ausgaben; die Kontrolle der Ergebnisse liegt in Ihrem Prozess (Sicherheitshinweis).
  • Die Pflichten als Deployer nach EU AI Act (Compliance).

Nächster Schritt: Datenflüsse