Licensed to be used in conjunction with basebox, only.
// installation
Inferenz
Gilt für
Produkt: Server · Zielgruppe: Platform Operator
Inferenz ist das Sprachmodell – LLM, VLM oder Reasoning-Modell –, das dem Nutzer antwortet. Es ist die Schicht, die den GPU-Bedarf eines Servers bestimmt, und sie ist von basebox selbst getrennt.
Diese Seite beschreibt, wo Inferenz läuft (derselbe Knoten, separater GPU-Host, separater Cluster, externer Anbieter), wie AISRV mit ihr spricht und wie die Datengrenze verläuft. Die Architektur ist so gebaut, dass Sie das Modell wechseln oder verschieben können, ohne basebox anzufassen.
Die Schnittstelle
AISRV ruft die Inferenz über eine OpenAI-kompatible API auf:
GET /v1/models– welche Modelle der Endpunkt anbietet; der Bezeichner mussAISRV_LLM_MODELentsprechenPOST /v1/chat/completions– Chat Completions, mit Streaming (Server-Sent Events) und Tool Calling, wenn das Modell es unterstützt
Nutzer und Browser sprechen nie direkt mit der Inferenz – nur AISRV. Der Endpunkt verlangt einen API-Schlüssel (Bearer), den AISRV aus einem Kubernetes-Secret bezieht. Was AISRV sonst über das Modell wissen muss – Kontextgröße, Ausgabelimit, Sampling-Standardwerte – steht in den AISRV_LLM_*-Variablen: Modelle konfigurieren.
Wo Inferenz laufen kann
flowchart LR
AISRV["AISRV<br/>basebox-Plattform"]
AISRV -->|"http://inference:8000"| A["A · Gebündeltes vLLM<br/>derselbe Kubernetes-Knoten"]
AISRV -->|"https://… TLS + API-Key"| B["B · Separater GPU-Host<br/>im Kundennetz"]
AISRV -->|"https://… TLS + API-Key"| C["C · Anderer Cluster<br/>oder andere Sicherheitszone"]
AISRV -.->|"https://… nur wo freigegeben"| D["D · Externer Anbieter"]
style AISRV fill:#f4f2ee,stroke:#524e47,color:#1d1e1c
style A fill:#dbeafe,stroke:#1e40af,color:#1d1e1c
style B fill:#dbeafe,stroke:#1e40af,color:#1d1e1c
style C fill:#dbeafe,stroke:#1e40af,color:#1d1e1c
style D fill:#e5e7eb,stroke:#6b7280,color:#1d1e1c
| Variante | Beschreibung | Typisch für | Datengrenze |
|---|---|---|---|
| A – Gebündelt | Das Chart stellt inference (vLLM) auf demselben Knoten bereit; Verkehr bleibt im Cluster |
Referenzkonfigurationen, Einzelknoten | Innerhalb des Servers |
| B – Separater GPU-Host | Reiner CPU-Anwendungsserver + GPU-Host; AISRV spricht den Endpunkt über TLS an | Vorhandenes GPU-System, getrennte Verwaltung | Beide Hosts in derselben Datenverarbeitungsgrenze |
| C – Anderer Cluster / Sicherheitszone | Wie B, mit Cluster- oder Zonengrenze; Firewall nur AISRV → Endpunkt | Größere Organisationen | Beide Zonen freigegeben |
| D – Externer Anbieter | Ein freigegebener API-Anbieter mit OpenAI-kompatibler API | Nur wo Datenschutz und Vertrag es erlauben | Prompts und Kontext verlassen Ihre Umgebung |
A ist der Standard und unter Inferenz anbinden beschrieben; B und C mit ausgearbeitetem vLLM-Beispiel unter Deployment-Topologien. D ist eine Datenschutz- und Vertragsentscheidung der Organisation – siehe Modellanbieter; Closed-Source-Modelle sind nicht Teil der basebox-Lieferung.
Was über die Grenze geht
Bei jeder Anfrage wandern vom Anwendungsserver zum Inferenzserver: der Prompt (Systemnachricht, organisationsweiter System-Prompt, persönliche Instruktionen, Nutzerfrage), die Historie der Unterhaltung, abgerufener Kontext aus Wissensbasen (die relevantesten Abschnitte), Inhalte hochgeladener Dokumente und Werkzeugergebnisse aus Konnektoren. Zurück kommen Tokens der Antwort und gegebenenfalls Reasoning-Inhalte.
Deshalb: Liegen Anwendungsserver und Inferenz auf verschiedenen Hosts, gehören beide in dieselbe freigegebene Datenverarbeitungsgrenze, der Pfad ist TLS-geschützt, und nur AISRV darf den Endpunkt erreichen. Nutzer und Browser sprechen nie direkt mit der Inferenz.
Was die Inferenz nicht sieht
- Keine Zugangsdaten von Nutzern oder Konnektoren – die bleiben in AISRV.
- Keine Identitäten über das hinaus, was im Prompt steht.
- Keine Dokumente, die für die Frage nicht abgerufen wurden – RAG liefert Abschnitte, nicht Wissensbasen.
Was das Sizing bestimmt
| Faktor | Wirkung |
|---|---|
| Gewähltes Modell und Größe | VRAM für Gewichte; größere Modelle brauchen mehr GPUs oder stärkere Quantisierung |
| Quantisierung | Tauscht VRAM und Geschwindigkeit gegen Qualität |
| Kontextlänge | Der KV-Cache wächst mit dem Kontext; lange Kontexte sind speicherhungrig |
| Erwartete Parallelität | Mehr gleichzeitige Nutzer → mehr KV-Cache und Rechenleistung |
| Geforderte Latenz | Straffere Latenz → weniger Batching-Spielraum → mehr Hardware je Nutzer |
| Nutzungsmuster | Kurze Fragen vs. lange Dokumentanalyse vs. werkzeuglastige Agentenschleifen |
Richtwerte für Modell, Kontext und gleichzeitige Nutzer je Hardware-Klasse: Sizing. Diese Seite beantwortet: Gegeben diese Infrastruktur – wie stelle ich Inferenz richtig bereit und betreibe sie?
GPU-Layouts der Inferenz
- Eine komplette GPU für ein Modell – der Normalfall.
- Tensor-Parallelismus über zwei oder mehr GPUs für große Modelle oder lange Kontexte (
NUM_GPUS); TP muss die Attention-Heads teilen; das GPU-Paar mit dem schnellsten Peer-Pfad wählen – siehe Multi-GPU. - Mehrere Modelle oder Instanzen nebeneinander – siehe Mehrere Inferenz-Instanzen.
- Nie MIG für die Inferenz-GPU in den Referenzkonfigurationen; MIG dient den Service-Modellen.
- Beispiel: zwei H100 als tensor-paralleles Paar in der 4 × H100-Konfiguration. Alle Layouts: Erweiterte Architekturen.
Verhalten im Betrieb
- Kaltstart: Modelle laden beim ersten Start mehrere Minuten (2 × H200: etwa 6 Minuten bis Warm-up). Probes mit langem
initialDelaySeconds; eine Warm-up-Generierung vor der Nutzerfreigabe. - Kein stiller Rückfall: Ist der Endpunkt offline, zeigt basebox den Fehler und erholt sich, sobald der Endpunkt wieder bereit ist.
- Health und Metriken: Der Endpunkt stellt
/healthund Runtime-Metriken bereit; GPU-Metriken über DCGM – siehe Monitoring. - Streaming: AISRV streamt Tokens an die Oberfläche und die API weiter; Ingress und Proxies auf dem Pfad dürfen nicht puffern.
Planen Sie Monitoring und Alarmierung für den Inferenz-Endpunkt entsprechend.
Abgrenzung zu den Service-Modellen
Embeddings, RAG-Verarbeitung, OCR und Sprache-zu-Text sind keine Inferenz im Sinne dieser Seite. Sie laufen in ragsrv/ragsrv-support und eigenen Modell-Endpunkten auf einer dedizierten Service-GPU oder MIG-Slices – siehe Service-Modelle. Ein Wechsel des Sprachmodells berührt sie nicht.
Wo es weitergeht
- Welche Backends unterstützt sind, was jeder Endpunkt implementieren muss: Unterstützte Inferenz-Backends
- basebox an ein Modell binden (URL, Modell-ID, Kontext, Limits, Secrets): Modelle konfigurieren
- Was getestet, empfohlen oder lediglich kompatibel ist: Modelle & Inferenz
- Konkrete getestete Layouts: Referenzkonfigurationen
Nächster Schritt: Ressourcen & Skalierung